texte zu zeichnungen und zum zeichnen
Die Realität ist denkbar arm an Reizen, abgesehen von erschreckend klischeehaften, oftmals einseitigen Hollywoodideen und bunten Reklameschildern hat uns das angehende 21. Jahrhundert keine Magie anzubieten. Alles scheint erklärt, alles offensichtlich, alles machbar. Wir kalkulieren so vor uns hin. Statt zu fantasieren bleiben wir mit beiden Beinen auf der Erde. Halten wir uns an das, was Politik und Wirtschaft vorbeten, so wäre Michael Ende wohl besser Innenrevisor oder vierter stellvertretender Staatssekretär geworden. Vorsichtshalber.
So bleibt mir nichts anderes, als mich mit der Zeichenfeder auf die Suche nach Resten von wundersamen Wirklichkeiten zu machen, einzutauchen in den bizarren Sumpf aus Aberglaube, Bildung, Schamanismus und Religiosität, Welterfahrung und Exzentrik, dem fabelhafte Werke der Weltliteratur entsprangen: Werke von Francois Rabelais, Jean Paul, Laurence Sterne, Gustav Meyrink, F. v. Herzmanovsky-Orlando und Herbert Rosendorfer.
